Kultur pur

„Kultur ist Bestandteil meines Lebens“ sagte MdL Martin Grath auf dem Schlossberg, als dort das Programm „TRAFO – Modelle für Kultur im Wandel“ ins Leben gerufen wurde. Viele ländliche Regionen Deutschlands leiden unter Abwanderung, Überalterung und sinkenden Einnahmen ihrer Gemeinden. Impulse aus der Kultur, wie beispielsweise Theater von Klein- und Mittelstädten oder Regional- und Heimatmuseen, aber auch Stadtbüchereien, Musikschulen oder Volkshochschulen sollen helfen das Leben auf dem Land attraktiver zu gestalten. Vor diesem Hintergrund hat die Kulturstiftung des Bundes das Programm TRAFO angestoßen. Von 2016 bis 2020 unterstützt TRAFO Kultureinrichtungen in vier Modellregionen mit bis zu 13,5 Millionen Euro dabei, sich weiterzuentwickeln: im Oderbruch, in Südniedersachsen, in der Saarpfalz und auf der Schwäbischen Alb.

Im Congress-Centrum kamen an diesem Wochenende mehr als 80 Kulturakteure sowie Repräsentanten von Bund, Land und Kommunen zusammen, um sich der Frage zu widmen, wie Kulturanbieter mehr in die Fläche wirken können, um mehr Menschen auch abseits der in den Ballungsräumen gepflegten Hochkultur anzusprechen. Diesem Austausch diente die erste Kulturplattform der „Lernenden Kulturregion Schwäbische Alb“.

Eine weitere Strategie der TRAFO-Projekte ist der Aufbau von neuen Kooperationen. Gerade in dünnbesiedelten Gebieten gilt es, Kulturangebote für eine ganze Region neu zu denken. Dazu ist es nötig, dass die bestehenden Kultureinrichtungen über den Tellerrand schauen und ein Austausch in den Regionen in Gang kommt. Gemeinsam mit Vereinen, freien Initiativen und Schulen entwickeln sie Formate und Angebote neuer Tragweite und Ausstrahlung. Indem sie beginnen, neue Partner zu finden, wird es zudem möglich, beispielsweise finanzielle Mittel und Räume gemeinschaftlich zu nutzen.

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