Augen auf!

MdL Marin Grath, Verbraucherpolitischer Sprecher der Grünen, besuchte die Beratungsstelle Ulm der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg e.V.

Die Aufgabe, der sich die Beraterinnen der Verbraucherzentrale Ulm täglich stellt, klingt so einfach wie simple: Augen auf! Und nicht alles glauben, was auf Verpackungen, in Verträgen oder bei Werbebotschaften steht. „Wir müssen den Verbraucherschutz in Bewegung bringen“, sagte MdL Martin Grath, „dazu brauche ich Informationen direkt von der Basis“. Grath ist Verbraucherpolitischer Sprecher der Fraktion Grüne und fühlt sich als Heidenheimer Bäckermeister seit Jahren bei dem Thema persönlich in die Pflicht genommen. Grath: „Wo bio drauf steht, muss auch bio drin sein“. Umso wichtiger ist es für ihn, seine politische Verantwortung auch zu leben. Nach den Besuchen in der Verbraucherzentrale in Heidenheim traf er bei der Beratungsstelle in Ulm auf fünf Expertinnen die in unterschiedlichen Fachgebieten, Fragen von Bürgern beantworten. So befassen sich die Fachfrauen beispielsweise mit Inkassoproblemen, dem Datenschutz im Internet oder der Abzocke per Mobilfunk und im Internet. Sie decken unseriöse Geschäftspraktiken auf und kümmern sich um unlautere Gesundheitsversprechen der Lebensmittelproduzenten. Nicht zu vergessen ist zudem das Geschäft mit der Not – seien es Schlüsseldienste oder der Betrug bei Versicherungen. Um nur wenige Fallen zu nennen. „Immer öfter werden wir von Senioren und Flüchtlingen um Hilfe gebeten“, sagt Beraterin Karin Thomas-Martin. Deshalb werden bereits Schüler in Workshops über verführerische Botschaften aufgeklärt, damit sie selbstbestimmt ihre Kaufentscheidungen treffen können. Erwachsene erhalten in Vorträgen und Workshops der Verbraucherzentrale Ulm ein Grundgerüst, um kritisch auf Angebote zu schauen. Das Thema Verbraucherschutz könnte endlos weitergetrieben werden, da es wohl eine nie versiegende Quelle ist, solange Verbraucher betrogen werden.

Deutschland habe das Glück der Verbraucherzentralen, sagt Martin Grath und erinnerte an viele Länder, in denen Verbraucher „beispielsweise nicht wissen, was sie da essen.“ Gerade deshalb müsse man den Verbraucherschutz im Land stärken.

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