Ein Jahr nach der Übernahme

Die JRS Rettenmaier Unternehmensgruppe ist in der Forschung, Entwicklung und Verarbeitung hochwertiger, funktionaler organischer Faserstoffe aus nachwachsenden, pflanzlichen Rohstoffen tätig. Seit der Übernahme des ehemaligen German Pellets-Werks in Herbrechtingen im Sommer letzten Jahres läuft die Produktion stabil. Die Arbeitsplätze sind erhalten.

 Bei seinem Besuch konnte sich der grüne Landtagsabgeordnete Martin Grath in Begleitung von Bundestagskandidatin Margit Stumpp davon überzeugen, dass bei JRS Holzenergie in Herbrechtingen nicht nur die Pellets rund aus den Maschinen kommen, sondern dass auch generell alles rund läuft im JRS-Holzenergiewerk Herbrechtingen. Grath interessierte sich dafür, woher die Rohstoffe bezogen werden und was damit gemacht werde. JRS-Personalleiter Anton Pfitzer und Unternehmenssprecher Michael Binder erläuterten das ökologische und nachhaltige Firmenkonzept als Voraussetzung für wirtschaftlichen Erfolg. Die Rohstoffe, vorwiegend Reststoffe aus der Wald- und Landwirtschaft, werden regional aus einem Umkreis von circa 100 Kilometer bezogen. Großer Wert wird dabei auf gentechnikfreie Produkte gelegt, erfuhr Margit Stumpp auf Anfrage.

Beim Rundgang über das Firmengelände erläuterte Werkleiter Ioannis Zampakis die Pellets-Technologie. Unter der neuen, mittelständischen, inhabergeführten Unternehmensleitung fühlt sich Zampakis wohl und ist engagiert dabei. Man arbeite am Standort Herbrechtingen weiterhin mit 30 von JRS übernommenen Mitarbeitern im Drei-Schicht-Betrieb. Die Auslastung in Herbrechtingen sei stabil, so Personalleiter Pfitzer. Grath, handwerkspolitischer Sprecher der grünen Fraktion im Landtag, erkundigte sich nach der Fachkräftesituation. „Hier sind wir besonders stolz auf das JRS eigene Ausbildungsprogramm „Dual Degree Studium““, sagt Personalchef Pfitzer. Dieses Ausbildungskonzept ermöglicht ein Studium überlappend zur klassischen kaufmännischen Lehre.

Die Absolventen haben am Ende einen Abschluss als Industriekauffrau/mann IHK plus einen BWL Bachelor in der Tasche.

Die auf Zellulose-Basis hergestellten Produkte der Unternehmensgruppe JRS sind innovative und funktionale Faserstoffe, bei JRS auch „Green Polymers“ genannt, fügt Sprecher Binder bei der Gesamtunternehmenspräsentation hinzu. Je nach Anwendungsgebiet können diese Faserstoffe z.B. Asbest oder Plastik ersetzen oder als funktionssichere und qualitativ hochwertige funktionale Zusätze für moderne Asphaltstraßenkonzepte eingesetzt werden. Der Gedanke, Plastik durch kompostierbare Faserstoffe zu ersetzen ist toll und nachhaltig und kann nur unterstützt werden, darin waren sich Grüne und JRS-Vertreter einig.

 

Bildunterschrift: Pellets, Pellets, Pellets: Im Korb und als Sichtschutz in der Glastrennwand im Hintergrund

(v.li.): Werkleiter Ioannis Zampakis, MdL Martin Grath, Bundestagskandidatin Margit Stumpp, JRS-Personalleiter Anton Pfitzer

 

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