Ein zweites Gleis für die Brenzbahn

Symbolische Schienenverlegung für das zweite Gleis der Brenzbahn

An der Landkreisgrenze Heidenheim zu Alb-Donau packten Politiker zwischen Niederstotzingen und Rammingen kräftig zu, um ein symbolisches zweites Gleis zu verlegen. Aus dem Kreis Heidenheim, dem Alb-Donau-Kreis und aus Ulm waren sie gekommen, um der Erfordernis eines partiellen zweigleisigen Ausbaus der Brenzbahn Nachdruck zu verleihen – tatkräftig unterstützt vom bahnpolitischen Sprecher der grünen Bundestagsfraktion, Matthias Gastel. „Dass die Brenzbahn nicht in den Bundesverkehrswegeplan (BVWP) aufgenommen wurde, ist ein Desaster“, so die grüne Bundestagskandidatin Margit Stumpp.

Der teilweise zweigleisige Ausbau ist erforderlich, um Fahrtzeiten zu verkürzen, Taktzeiten zu verbessern und die Einrichtung des Regio-S-Bahn-Verkehrs von Ulm bis Sontheim/Brenz zu ermöglichen.

Dass sich der Bund aus seiner finanziellen Verantwortung für die Schieneninfrastruktur, insbesondere im ländlichen Raum immer mehr entzieht, ist für die aktiven symbolischen Schienenverleger nicht nachvollziehbar. Mit der im Juni von der Bundesregierung durchgebrachten Grundgesetzänderung ist zwar die Fortführung des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes (GVFG) verabschiedet– dabei jedoch gleichzeitig eine Deckelung von 333 Millionen Euro pro Jahr über alle Länder für bedeutsame Verkehrsinvestitionen der Gemeinden beschlossen worden – und seit 20 Jahren sind die Mittel nicht erhöht worden, erklärt der Bahnsprecher Gastel. „Wieviel davon in jedes Land und an eine einzelne Kommune fließt, ist noch unklar. Eine Deckelung bedeutet zudem über die Jahre eine reale Minderung des zur Verfügung stehenden Betrages“, ergänzt Landtagsabgeordneter Grath.

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