Fleischkennzeichnung – einfach und transparent

90 Prozent in repräsentativen Umfragen befragter Bürgerinnen und Bürger sprechen sich für eine artgerechte Tierhaltung aus.

Landtagsabgeordneter Grath begrüßt Fraktionsbeschluss für eine einfache und transparente Kennzeichnung von Fleisch und Wurstwaren

 „Durch eine Haltungskennzeichnung bei frischem Fleisch – analog zur Eierkennzeichnung – wollen wir faire Preise für die Erzeuger und Transparenz ermöglichen“, so steht es im grün-schwarzen Koalitionsvertrag der Landesregierung. Die grüne Landtagsfraktion bekräftigte und spezifizierte das Thema Fleischkennzeichnung in ihrer Klausurtagung vergangene Woche. Der Heidenheimer Abgeordnete Martin Grath freut sich über das klare Bekenntnis seiner Fraktion zu einer einfachen und transparenten Kennzeichnung von Fleisch, Wurstwaren und damit weiter verarbeiteter Produkte. „Eine Kennzeichnung für Fleisch und Wurst schafft Planungssicherheit und Transparenz für Verbraucherinnen und Verbraucher, Landwirtschaft, Tierwohl und Lebensmittelqualität“, so der verbraucherpolitische Sprecher Grath. Ein Großteil der Konsumentinnen und Konsumenten wäre laut Umfragen bereit, für Fleisch aus artgerechter Nutztierhaltung höhere Preise zu entrichten. Die öffentliche Anhörung der grünen Fraktion im Landtag im Juli dieses Jahr zeigte breiten Zuspruch für eine verpflichtende Haltungskennzeichnung, ergänzt Grath. Der Arbeitskreis Ländlicher Raum und Verbraucherschutz der grünen Fraktion besuchte im Rahmen der Klausurtagung das EDEKA-Fleischwerk Südwest. EDEKA-Geschäftsführer Jürgen Mäder sieht in einer verpflichtenden Kennzeichnung der Nutztierhaltung ebenso eine Möglichkeit, Klarheit und Transparenz zu schaffen. Mit einem Zitat von Albert Schweitzer unterstreicht der EDEKA-Chef seine Haltung: „Die Haltung vor dem Leben gilt allem Leben. Auch das Verhalten der Kreatur gegenüber gehört zur Sittlichkeit.“

Hintergrund: – Bestehende Vorschriften

Seit April 2015 ist die Angabe des Aufzuchtortes und des Schlachthofs Pflicht beim Verkauf von unverarbeitetem und vorverpacktem Fleisch von Schweinen, Schafen, Ziegen und Geflügel.  Beim Rindfleisch wurde die Etikettierung der Herkunft nach der BSE-Krise eingeführt. Pflicht sind landesangaben zu geboren, gemästet, geschlachtet, zudem zum Schlachthof- und Zerlegebetrieb. Ebenso vorgeschrieben ist ein Code zur Rückverfolgung des Fleisches zu einem Tier. Diese Pflichtangaben sagen nichts über die jeweiligen Haltungsbedingungen aus.

Bildunterschrift: Wo kommt das Fleisch her und wie wird es verarbeitet?

Martin Grath im EDEKA-Fleischwerk Südwest

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