MdL Grath stellt Positionspapier zur Ernährung vor

„Wichtiges Thema, das alle angeht und mit vielem zusammenhängt“

Auf der Januar-Klausur der baden-württembergischen Grünen in Mannheim stellte der Heidenheimer Landtagsabgeordnete Martin Grath ein Positionspapier zur Ernährungspolitik. Dort wurde das Positionspapier, dass Grath erarbeitet hatte, von der Fraktion beschlossen. „Mit unserem Beschluss zeigen wir Grünen, dass uns dieses Thema am Herzen liegt. Ob Gesundheitsvorsorge, Klimaschutz, Verbraucherschutz oder der Erhalt unserer schützenswerten Kulturlandschaften – dies alles spielt hier mit rein“, betont Grath, der neben dem Handwerk und dem Verbraucherschutz auch für das Thema Ernährung in seiner Fraktion zuständig ist.

Das Papier behandelt unter anderen die Wertschätzung und Bedeutung regionaler Lebensmittel, Transparenz bei Inhalt und Herkunft, die immer mehr an Bedeutung gewinnende Qualität bei der Außer-Haus-Verpflegung sowie auch die Lebensmittelverschwendung.

Wer regionale Produkte kaufe, der leiste eine wichtigen zum Erhalt von wertvollen Landschaften, wie zum Beispiel Streuobstwiesen oder Wacholderheiden. Die Wertschöpfung bleibe in der Region und könne wiederum neue Potenziale schaffen. „Kurze Wege vom Anbau zum Teller mit authentischem Geschmack sind Erfolgsrezepte auch in einer zunehmend globalisierten Ernährungskultur. Gerade die neuen Bio-Musterregionen, wie bei uns in Heidenheim, können dabei eine wichtige Rolle übernehmen“, so Grath. Dabei spielen Öko-Betriebe eine immer wichtigere Rolle, denn Bio aus dem Ländle werde immer stärker nachgefragt. Deshalb ist es Ziel der Grünen, dass 30 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche in Baden-Württemberg bis zum Jahr 2030 ökologisch bewirtschaftet werden.

In Baden-Württemberg seien 25 Prozent aller Erwachsenen und etwa sechs Prozent der Kinder und Jugendlichen stark übergewichtig. Der Ernährungsbildung komme deshalb bei der Prävention eine zentrale Rolle zu. Gleichzeitig ist Grath Transparenz wichtig. „Wir brauchen Nährwertampel für Lebensmittel. Damit können wir den Menschen eine einfache Kaufentscheidungshilfe in die Hand geben. Gleichzeitig brauchen wir eine Transparente Kennzeichnung für Haltungsform bei Fleisch und Wurstwaren, Fisch, so wie es sie bereits bei der Eierkennzeichnung gibt“, fordert Grath.

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