Verleihung des KULTURLANDSCHAFTSPREIS 2017 vom Schwäbischen Heimatbund e.V. in Zusammenarbeit mit dem Sparkassenverband Baden-Württemberg in der Gemeindehalle in Sontheim an der Brenz am 9. Oktober 2017

Unsere Kulturlandschaften sind ein Schatz

Staatssekretärin im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Friedlinde Gurr-Hirsch MdL verleiht Kulturlandschaftspreis in Sontheim/Brenz

Mit der Verleihung des Kulturlandschaftspreises würdigen der Schwäbische Heimatbund und der Sparkassenverband Baden-Württemberg engagierte Bürger, die sich für den Erhalt der Schönheit und Vielfalt unserer einmaligen Kulturlandschaften verdient gemacht haben. Der Wettbewerb zeigt viele gute Beispiele, die zur Nachahmung einladen“, sagte die Staatssekretärin im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Friedlinde Gurr-Hirsch MdL, am Montag, 9. Oktober, in Sontheim an der Brenz. Reizvolle und abwechslungsreiche Kulturlandschaften seien das Ergebnis einer guten und jahrhundertelangen Bewirtschaftung durch unsere Land- und Forstwirte. Sie seien wichtig für die Erzeugung hochwertiger Nahrungsmittel und Rohstoffe. Sie bildeten eine wichtige Grundlage für den ländlichen Tourismus und stünden für das Heimatgefühl der Menschen im Südwesten.

„Unsere Kulturlandschaften sind ein Schatz, den wir unbedingt erhalten müssen. Dazu braucht es Bewirtschafter, die für ihren Einsatz entsprechend vergütet werden und eine ausgewogene Agrarpolitik, die unsere Bauern in ihrem Tun unterstützt“, erklärte die Staatssekretärin. Hauptproblem sei, dass der globale Markt für Agrarprodukte die Leistungen der heimischen Landwirtschaft zum Erhalt der Kulturlandschaften völlig unzureichend bis gar nicht entlohne. Ein sehr gutes Beispiel hierfür seien die Märkte für Lammfleisch. „Billiges und tiefgefrorenes Lammfleisch aus Übersee füllt unsere Kühlregale. Auf der anderen Seite kämpfen unsere heimischen Schafhalter, die unsere einmaligen Wachholderheiden pflegen, mit kaum auskömmlichen Preisen für ihre Produkte. Das geht nicht zusammen“, erklärte Gurr-Hirsch. Langfristig führe das dazu, dass sich die Balance zwischen Landwirtschaft einerseits und Landschaftserhalt andererseits verändere. Unsere Bewirtschafter seien daher auf die Unterstützung der Verbraucher angewiesen.

„Ein Ziel der Landesregierung ist es, die Wettbewerbsfähigkeit unserer bäuerlichen Familienbetriebe zu stärken und deren im Bundesvergleich eher schlechte Einkommenssituation zu verbessern. Dies kann gelingen, wenn sich die Verbraucher an der Ladentheke ihrer Verantwortung gegenüber den Bauern aus Baden-Württemberg bewusst sind und gezielt Produkte aus dem Land nachfragen“, betonte die Staatssekretärin. Immer dann, wenn die Verbraucher in Baden-Württemberg auf Lebensmittel aus heimischer Produktion zurückgreifen würden, sei das gut für unsere Bauern und gut für unser Land. Mit einer breit angelegten Regionalkampagne möchte das Land den Wert von Lebensmitteln aus Baden-Württemberg und die Leistung der Menschen, die hinter diesen Produkten stehen, in den Mittelpunkt stellen.

Foto: Foto:© Wolfgang Mayer, Sontheim/Brenz, www.mooshaeckel.de

Hintergrundinformationen:

Informationen zum Kulturlandschaftspreis und zu den in diesem Jahr ausgezeichneten Projekten finden sich unter www.kulturlandschaftspreis.de.

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