Von den Bienen lernen

Landtagsabgeordneter Martin Grath besuchte die Christophorus Schule in Heidenheim

Manchmal sind es kleine Lebewesen von denen Schüler und Schülerinnen Großes für ihr Leben lernen können. So auch in der Christophorus-Schule in Heidenheim, wo vier Bienenvölker seit knapp zehn Jahren die eigene Schülerfirma erfolgreich nähren. Der erzeugte Honig wird beispielsweise auf dem Wochenmarkt verkauft. „Die Imkerei bietet viele Lernchancen“, erklärt Monika Heizmann, seit sieben Jahren Sonderschulleiterin der Christophoros-Schule. Vielfältiges Wissen aus den Bereichen Biologie und Ökologie werden hier spielerisch vermittelt. Hinzu kommen die Kenntnisse über Lebensmittel, Hygiene, den Umgang mit Geld sowie das Präsentieren und das Verkaufen der goldgelben Ware. Diese konkreten Erfolgserlebnisse mit der Schülerfirma unterstützen die Schülerinnen und Schüler an der Heckentalstraße 25, sich auf die Berufswelt vorzubereiten. Vier Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren, kurz SBBZ, sind im Landkreis Heidenheim angesiedelt; mit 96 Kindern in den Klassen 1 bis 9 bildet die Christophorus-Schule dabei die größte Einheit.

Wie gut der Einstieg der Jugendlichen aus SBBZ-Einheiten ins Berufsleben schlussendlich klappt, hängt oftmals von der Bereitschaft der Betriebe ab, ihnen eine faire Chance zu bieten. Diesen Sprung begleitet beispielsweise an der Christophorus-Schule der Klassenlehrer Kurt-Martin Hölzle: „Wir möchten Kinder hier so stabilisieren, dass sie in das Berufsleben einsteigen und ihr Leben selbständig meistern können.“ Nur so sei die Integration in die Gesellschaft möglich, sagt Hölzle.

Bei allem Ringen um Anerkennung für Sonderschülerinnen und Sonderschüler gilt für den Landtagsabgeordneten und Handwerkspolitischen Sprecher der Fraktion Grüne. Martin Grath: „Das Prinzip der Vorteilnahme durch schlechte Bezahlung der Sonderschüler muss gebrochen werden.“ Sonderschülerinnen und Sonderschüler, so Grath: „müssen im Beruf verdienen.“

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