von links: Simone Dengel (stellv. Leitung Wohnen und tagesstrukturierende Maßnahmen), MdL Thomas Poreski, MdL Martin Grath, Ersatzkandidatin zur LTW 2021 Clara Resch, Anne Reichmann (Vorstandsvorsitzende Nikolauspflege), Gesina Wilfert (Leitung Königin-Olga-Schule).

Besuch & Austausch bei der Nikolauspflege

Auf Einladung des Landtagsabgeordneten Martin Grath besuchte der Sprecher für Inklusion der Grünen Landtagsfraktion, Thomas Poreski, die Nikolauspflege in Heidenheim. Zum gemeinsamen Austausch traf man sich im „Haus am Zanger Berg“. Das Haus soll blinden, sehbehinderten und mehrfachbehinderten Menschen ein möglichst eigenständiges Wohnen und Leben ermöglichen.

Die Einweihung des neuen sehbehindertengerechten und barrierefreien Hauses der
Nikolauspflege sollte bereits im April mit einem Festakt gefeiert werden. Corona-bedingt
wurde der Termin abgesagt. Umso größer war die Freude, nun, in großer Runde zusammen zu kommen. Corona war eines der zentralen Themen beim gemeinsamen Gespräch mit Gesina Wilfert (Leitung Königin-Olga-Schule), Anne Reichmann (Vorstandsvorsitzende Nikolauspflege) und Simone Dengel (stellv. Leitung Wohnen und tagesstrukturierende Maßnahmen).

Für viele Angebote der Nikolauspflege musste in den vergangenen Monaten eine Alternative gefunden werden, oder sie konnten nicht mehr im vollen Umfang, angeboten werden. So wurde der Schul- und Kindergartenbereich der benachbarten Königin-Olga-Schule während des Lockdowns kurzzeitig geschlossen. Es wurde nach alternativen Unterrichtsmöglichkeiten gesucht, um möglichst allen Schüler*innen angepasste Fernlernangebote zu eröffnen. Das 365-Tage-Internat blieb weiterhin geöffnet, allerdings unter strengen Hygienevorgaben. Dabei war es den Betreuer*innen wichtig, im ständigen Kontakt und Austausch mit den Kindern und deren Familien zu bleiben. Der Unterricht wurde deshalb rasch auf digitale Medien übertragen. Man sei sehr froh, inzwischen wieder direkt unterrichten zu können.

Der Landtagsabgeordnete Martin Grath und sein Kollege Thomas Poreski zeigten sich begeistert vom Angebot der Nikolauspflege. Das Engagement der Mitarbeiter*innen sorgte für Lob: „Es ist wirklich großartig, was Sie hier auf die Beine gestellt haben. Besonders während der nicht ganz einfachen Zeit im Frühjahr. Wir werden uns in Stuttgart weiterhin für das Gelingen von Integration stark machen. Die Landesregierung hat mit dem Programm zur ‚umgekehrten Inklusion‘ bereits die ersten Schritte unternommen!“, so Grath.

Abschließend wandten sich die Teilnehmer*innen mit einem Wunsch an die beiden
Landtagsabgeordneten: Es wäre gut, wenn die Betreuungszeiten in Schulkindergärten erweitert und eine Aufnahme von Kindern mit und ohne Beeinträchtigung niederschwellig unter gleicher Trägerschaft möglich wäre. So könnten sehbehinderte Kinder gemeinsam mit nicht sehbehinderten Kindern den Kindergarten besuchen und voneinander profitieren. Grath und Poreski werden in Stuttgart dafür werben.

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