V.l.n.r.: Bürgermeister Olaf Bernauer, Ersatzkandidatin Elisabeth Kömm-Häfner, Landtagskandidat Martin Grath

Zu Besuch bei BM Bernauer in Steinheim

Martin Grath bei Olaf Bernauer

Die jetzige Regierung mit Winfried Kretschmann als Ministerpräsident und Andreas Stoch als Kultusminister ist eine der erfolgreichsten Koalitionen bundesweit. Darin waren sich der Steinheimer Bürgermeister Olaf Bernauer, der grüne Landtagskandidat Martin Grath und die grüne Zweitkandidatin Elisabeth Kömm-Häfner einig.

In dem angeregten Gespräch im Steinheimer Rathaus ging es um die Polizeireform, Bildung, innerörtliche Entwicklung und Gewerbegebiete, Naturschutzgebiete und Zuschüsse vom Land.

Die Polizeireform war nach Meinung von Olaf Bernauer richtig und hat zu keinem Verlust an Sicherheit geführt. Martin Grath freut sich, mit dem Bürgermeister und Polizist Olaf Bernauer einen Fachmann zu hören, der die Polizeireform sowohl „von außen als auch von innen“ einschätzen kann. Durch die gestiegenen Anforderungen an Polizeiarbeit sind Freiwilligendienste heute keine Option mehr. Darin sind sich alle einig. Einziger Wermutstropfen für Bernauer ist die geplante Kennzeichnungspflicht von Polizeibeamten, auch wenn sie anonymisiert durchgeführt wird. Hier werde ein wichtiger Vertrauensvorschuss verspielt.

Steinheim hat in den letzten Jahren viel in die Sanierung und Einrichtung von Ganztagesangeboten in Kindergärten und Schulen investiert. Das macht sich bezahlt. Heute kommen Kinder von Böhmenkirch und von Bartholomä nach Steinheim, weil sie sich hier wohlfühlen und ein breites Bildungsangebot haben.

In allen Gemeinden ist die Ausweisung von Baugebieten und Gewerbegebieten ein großes Thema. Steinheim hat für Baugebiete den Weg der innerörtlichen Bebauung gewählt. Durch Ausdauer und Verhandlung auf Augenhöhe hat es Bernauer geschafft, Baulücken im Ort zu bebauen. Dort entsteht Wohnraum für Menschen aller Altersstufen. Durch die Bebauung des Gewerbegebietes am Kreisel ist es Steinheim gelungen, die ansässigen Unternehmen zu halten. Kommentar von Martin Grath: „Wenn ich an die landwirtschaftlichen Flächen denke, blutet mein Herz. Aber das ist der Preis für den Wohlstand. Wir brauchen Fläche zur Erwerbstätigkeit. Es gibt in Steinheim keine anderen Flächen.“

Zufrieden ist der Schultes mit der Situation im ÖPNV. Mit dem Bürgerbus, der ehrenamtlich betrieben wird, ist es gelungen, die einzelne Teilorte in das Verkehrsnetz einzubinden. Es wurden extra zusätzliche Haltestellen angelegt an Orten, welche vor allem von der älteren und nicht mehr so mobilen Bürgerschaft genutzt werden, z.B. an Arztpraxen, an den Kirchen, bei den örtlichen Nahversorgern, um so die Teilnahme am sozialen Leben zu ermöglichen.

Weitere Themen waren die gute ärztliche Versorgung, die Aufnahme und Anschlussunterbringung von Geflüchteten, der Ausbau von Breitband, das gescheiterte Projekte mit dem Wisent-Gelände und die Potentiale, die noch im Ausbau des Tourismus liegen.

Ein Anliegen gab Olaf Bernauer dem grünen Landtagskandidaten noch mit auf den Weg nach Stuttgart: Mit der Einführung eines „Öko-Kontos“ kann das Land den Gemeinden, die durch Wasserschutzgebiete oder Naturschutzgebiete in ihrem Handlungsspielraum eingeschränkt sind, Ausgleichszahlungen oder andere Vorteile gewähren, die den Nachteil wieder aufwiegen oder wenigstens abfedern.

V.l.n.r.: Bürgermeister Olaf Bernauer, Ersatzkandidatin Elisabeth Kömm-Häfner, Landtagskandidat Martin Grath

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