Martin Grath MdL und Petra Häffner MdL zu Besuch im Polizeirevier Giengen

»Das wichtigste ist, im Gespräch zu sein«, so der Landtagsabgeordnete Martin Grath, der mit der Polizeipolitischen Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen Petra Häffner das Polizeirevier Giengen besuchte. 
Im lockeren Austausch ging es um aktuelle Herausforderungen. Die Corona-Krise konnte durch geschickte Planung und hohen organisatorischen Aufwand hervorragend gemeistert werden. Im April und Mai wurde im Streifendienst von fünf Dienstgruppen auf sechs umgestellt. Problematisch bleiben vor allem die kleineren Polizeiposten auf dem Land: in Gerstetten, Herbrechtingen und Sontheim. Diese sind schon in »normalen« Zeiten gering besetzt. Werden sie durch außerplanmäßige Fehlzeiten weiter geschwächt, ist neben Flexibilität gute Planung gefragt. Polizeidirektor Karl-Heinz Reiter, Leiter der Schutzpolizeidirektion des Polizeipräsidiums Ulm, informierte, dass die Belastungen eines Polizeipostens nicht an den Fallzahlen abzulesen seien, da jeder Fall andere Anforderungen an die Beamtinnen und Beamten stelle. Gelobt wurden an dieser Stelle die Erfolge der Polizeistrukturreform. Hier bewährten sich die großen Vorteile der Zentralen Einsatzführung. Bei allen regionalen Polizeipräsidien wurden leistungsstarke Führungs- und Lagezentren (FLZ) mit einem Rund-um-die-Uhr-Betrieb eingerichtet. So steht immer ausreichend Potenzial von Einsatzkräften auch über die Landkreisgrenzen hinweg zur Verfügung.
Die zunehmende Aggression gegen Polizei- und Rettungskräfte bereitet Sorgen und wird genau beobachtet. Die Krawalle, wie in Stuttgart und Frankfurt geschehen, dürften keine Schule machen, so Reiter. Dabei wurde auch der Einsatz von Bodycams in heiklen Situationen aus der Sicht der Praktiker diskutiert. Polizeioberkommissarin Rieck schilderte konkrete eigene Erlebnisse aus der Praxis. In der Fachpolitikerin Petra Häffner war eine kompetente Ansprechpartnerin vor Ort, die die Nöte und Sorgen vor Ort an die zuständigen Stellen in Stuttgart weitergeben wird. Martin Grath hatte einige Fragen vorbereitet, bedankte sich für deren qualifizierte Beantwortung, die gute und wertvolle Arbeit der Polizei und schloss mit dem Wunsch, das Gespräch bald fortzusetzen. Das fand sogleich Zustimmung beim Leiter des Polizeireviers Giengen, Erster Polizeihauptkommissar Jürgen Hankele, der sich für den Besuch der beiden Landtagsabgeordneten und das Interesse an der Polizeiarbeit auf dem Land bedankte.

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