Würfel der Zukunft

„Was können wir als Gesellschaft aus ihren Erfahrungen mit der Pandemie lernen?“, will Martin Grath, Landtagsabgeordneter der Grünen für den Kreis Heidenheim, als erstes beim Besuch der Dualen Hochschule Heidenheim wissen. In kleiner Runde, mit der Zweitkandidatin der Grünen Clara Resch, dem Rektor der DHBW Prof. Dr. Dr. Rainer Przywara und dem Prorektor Prof. Dr. Andreas Mahr tauscht sich das Quartett über die Zukunft der Lehre nach Corona und über den Bau des zweiten Würfels aus. 

»Wir haben viel ausprobiert und wieder verworfen die letzten Monate. Klar ist, dass wir sobald es möglich ist, wieder Seminare und Vorlesungen in Präsenz starten wollen. Wir werden in Zukunft bestimmt neue Formen des Lernens und Lehrens entdecken. Die reine Wissensvermittlung könnte durch anteilige Online-Angebote ganz neu gestaltet werden. Bei Diskussionen und dem Gespräch über ethische Abwägungen ist dann wieder das direkte Gespräch nötig«, so Prof. Mahr.

Zu den angekündigten Anpassungen am Bau des neuen Würfels berichten Rektor und Prorektor von den vielen Herausforderungen. »Die Leitung der DHBW hat völliges Verständnis dafür, dass mit Steuermitteln sorgsam und sparsam umgegangen wird., Wichtig ist dabei aber, dass die Funktionalität des Gebäudes optimal gewahrt bleibt«, beteuert Prof. Mahr.

Auch Martin Grath sieht dies als bedeutende Aufgabe: »Das Hauptaugenmerk muss auf ein langfristig zweckdienliches Gebäude gelegt werden. Die DHBW ist unglaublich wichtig für Heidenheim und den gesamten Landkreis. Hier wird die Zukunft unseres Landes ausgebildet. Dass der zweite Würfel recht bald fertiggestellt werden kann, war und ist mir ein großes Anliegen!“

Prof. Przywara fügt hinzu: „Der neue Würfel ist für die DHBW essenziell. Allein unsere Mitarbeiterschaft ist von 150 auf rund 180 gewachsen. Außerdem haben wir für die Pandemie-Situation zu kleine Vorlesungsräume. Im Neubau möchten wir flexibler bauen, um in Zukunft auf alle Eventualitäten rasch reagieren zu können.“

Grath pflichtet ihm bei: »Eine nachhaltige Bauweise muss heute selbstverständlich sein. Wir müssen alle vorhersehbaren zukünftigen Entwicklungen in die Planungen miteinfließen lassen. Erkenntnisse aus der Corona-Krise, insbesondere im Bereich Lüftung und Luftfilteranlagen, müssen dringend umgesetzt werden! Gerade hinsichtlich des Fachkräftemangels sind erstklassige Orte der Bildung elementar.«

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