von links: Von li: Gerd Bäuerle (Schulleiter), Martin Grath, Roland Zeitler (stellv. Schulleiter)

Besuch der Eugen-Gaus-Realschule

Kurz vor Start des Schulbeginns besuchte Landtagsabgeordneter Martin Grath (Grüne) mehrere Schulen, um für die anstehende Fraktionsklausur mit Schwerpunkt Bildung Informationen aus der Praxis zu erhalten.

„Wie kommen Schulen mit der Corona-Verordnung zurecht? Wie geht es mit der Digitalisierung in den Schulen voran? Was bewirkt das neue Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung (ZSL)?“ An der Eugen-Gaus-Realschule (EGR) traf Martin Grath auf Schulleiter Gerd Bäuerle und dessen erst seit kürzlich im Amt befindlichen Stellvertreter, Roland Zeitler, um Antworten und Anregungen aus der Praxis auf diese und weitere Fragen in die politische Arbeit im Landtag mitzunehmen.

Was die Umsetzung der Corona-Verordnung betreffe, so setze man in der EGR auf Aufsicht, der dann Einsicht folge. „Das hat bislang gut geklappt“, antwortete Schulleiter Bäuerle auf die erste Frage. Allerdings wünscht sich die EGR-Schulleitung verbindlichere Strukturen und Vorgaben, was im Falle eines Corona-Ausbruchs zu unternehmen ist – mit klaren Formulierungen für alle Beteiligten. Es sei schwierig und mit enormem Aufwand verbunden, alle Elternteile bzw. die Schülerschaft zu erreichen. Daher ist eine verlässliche Kommunikationsstruktur erforderlich. Während des Home-Schooling hat die EGR eine Messenger-Plattform eingerichtet und so 98 % der Schülerschaft erreichen können, ergänzte der EGR-Chef.

Auf die Fragen zur Digitalisierung und zum Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung (ZSL) ging stellvertretender Schulleiter Roland Zeitler ein. Glasfaser und eine EDV-Vernetzung im ganzen Haus seien vorhanden, jedoch fehle es an WLAN. Ein Flaschenhals beim weiteren Ausbau der IT-Infrastruktur sei die begrenzte Verfügbarkeit von IT-Dienstleistungen im Kreis. Beim Home-Schooling zeigte sich deutlich, dass nicht alle Kinder über eine IT-Ausrüstung verfügten und es zeigte sich auch, dass unterschiedliche Systeme eine digitale Kommunikation erschweren. Eine einheitliche EDV-/Videovorgabe könnte hier einen Lösungsansatz bieten, so Zeitler. Das Ziel des Zentrums für Schulqualität und Lehrerbildung, neue Fortbildungen für Lehrkräfte im Bereich „digitaler Unterricht“ anzubieten, sei ein guter Ansatz. „In Vergangenheit unterstützte uns das Kreismedienzentrum kompetent und super“, ergänzte Zeitler. Er sehe in einer möglichen Bündelung der Kompetenzen des Kreismedienzentrums mit dem Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung einen Ansatz, digitale Fortbildungsmöglichkeiten für die Lehrerschaft voranzubringen.

Abgeordneter Grath, der Mitglied im Bildungsausschuss des Landtags ist, sicherte zu, die Hinweise und Anregungen in die weiteren Beratungen einzubringen.

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